Schützengau Hesselberg

Historie


Böllerschießen hat eine lange Historie, und geht zurück auf den Anfang des 13. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit wurden an hohen kirchlichen Fest- bzw. Feiertagen vor den Kirchen geböllert, um das Wort Gottes und seine Macht eindrucksvoll zu unterstreichen. Zu diesem Zweck wurden gusseiserne, achtkantige Rohre, Öffnung senkrecht nach oben, vor den Kirchen platziert. Das notwendige Pulver wurde vor Ort aus Salpeter, Holzkohle und Schwefel gemischt, was zur Folge hatte, dass manch einer seinem Schöpfer schneller gegenüber stand wie gedacht.

Erst Ausgangs des 13. Jahrhunderts wurden diese Geräte von den Militärs entdeckt und zum Beschuss der Stadtmauern in die Horizontale gebracht.

Seit 1998 wird nun auch im Schützengau Hesselberg diese Tradition gepflegt. Inzwischen gibt es im Gau 6 Vereine mit rund 110 Böllerschützen.

Die Vereine im Einzelnen sind:

1. Böllerschützenverein Obererlbach 2007e.V
SV Einigkeit Bechhofen
Kgl. Priv. HSG Wassertrüdingen
SV Unterwurmbach
SV Hubertus Obererlbach

SV Botzenweiler

 

Die einzelnen Böllergruppen handeln autark, d. h. sie legen ihre Termine bzw. Feste selbst fest an denen sie auftreten. Dies können sowohl kirchliche als auch weltliche Anlässe sein, die sich hauptsächlich im Gemeindebereich befinden. Zu den Höhepunkten im Jahresverlauf gehören zweifelsohne die großen Böllerschützentreffen der einzelnen Bezirke, das Nordbayerische und das Bayerische Böllerschützentreffen. Die Teilnehmerzahl reicht von ca. 200 bis 2500 Schützen.

2008 waren beim 17.Fränkischen Böllertreffen in Bechhofen ca. 400 Böllerschützen Vorort. Seit 2000 gibt es den Posten des Gauböllerreferenten, zuerst kommissarisch, und seit 2001 gewählt. Zu dessen Aufgaben gehört es, alle bekannten Termine zu sammeln und an die Vereine weiter zu leiten, bzw. die Formalitäten/Anträge zu erledigen. Seit dem Gauschützenfest 2002 in Dittenheim, wurden die Festumzüge von den Böllerschützen angeböllert, und verschiedene Vereinsjubiläen werden durch Böllerschüsse eröffnet.
Bei diesen Anlässen helfen sich die einzelnen Böllergruppen aus, um mit mindestens
5 bis 10 Schützen anzutreten.

Mit Pulverdampf und Böllerknall

Reinhold Brand

Böllerreferent Schützengau Hesselberg